Vita

Foto: Sascha Kokott

Andreas Heidtmann wurde 1961 in Hünxe am Niederrhein geboren und wuchs zwi­schen Ruhrgebiet und Münsterland auf. An der Kölner Musikhochschule studierte er Klavier und anschließend Germanistik in Berlin. Einige Jahre arbeitete er als Lektor und schrieb Prosa, wofür er mehrere Stipendien erhielt.
  Nach der Jahrtausendwende gründetet er in Leipzig das literarische Webportal poetenladen, aus dem der poetenladen Verlag als erfolgreicher Independentverlag erwuchs. Erzählungen, Romane, Gedichte und die Zeitschrift poet*in erscheinen im Verlag.
 Andreas Heidtmann wurde für seine Arbeit unter anderem mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Lessing-Förder­preis und dem sächsischen Initiativpreis ausge­zeichnet. 2020 erschien sein Roman Wie wir uns lange Zeit nicht küssten, als ABBA berühmt wurde im Steidl Verlag. Neben seiner schrift­stel­lerischen und heraus­geberischen Tätig­keit führt er als Verleger seit 15 Jahren den poeten­laden Verlag, der 2019 und 2020 den Deutschen Verlagspreis erhielt.

Porträts

Die ZEIT  |  Die ZEIT (Lesefassung)
Lyrik ist Welt (als Verleger)

 

Roman

Wie wir uns lange Zeit nicht küssten, als ABBA berühmt wurde

Unglaubliches geschieht im Frühjahr 1974: Die schwedische Popgruppe Abba gewinnt den Eurovision Song Contest und wird über Nacht weltberühmt. Ben Schneider und seine Freunde wittern Verrat: Ihre musikalischen Helden heißen Hendrix, Lennon und Dylan, in deren Songs geht es um Existenzielles, um Revolte, Drogen und Utopien. Sie leiden darunter, dass ihnen fortan aus Hitparaden und Jugendclubs Waterloo entgegenschallt. Gegen die dörfliche Tristesse am Rande des Ruhrgebiets hilft Ben manchmal nur das Spiel auf einem alten Klavier, das neben dem Grundig- Musikschrank wie ein Fremdkörper wirkt.

Ein elektrisierendes Alter in einer dörflich entschleunigten Zeit, die Ben und seine Freunde jedoch nicht vor den Tragödien des Lebens bewahrt. Denn wo steht geschrieben, wie man ein Mädchen das erste Mal küsst, oder wie man verkraften soll, dass ein Klassenkamerad stirbt? Es beginnt ein Sommer der stillen Revolte und der ersten Liebe. Alles könnte so leicht sein, aber das ist es nicht – denn das Herz funktioniert anders als der Verstand und das Unbehagen ist allgegenwärtig, schielt aus muffigen Partykellern und gepflegten Vorgärten und lässt sich nur gemeinsam ertragen – mit Freunden, exzessiver Musik und der Hoffnung auf rauschhafte Momente.

Andreas Heidtmann: Wie wir uns lang Zeit nicht küssten ...
Roman
Steid Verlag, Göttingen 2020

Stimmen zum Buch

»Andreas Heidtmann ist in seinem Debütroman ein melancholisch-humorvolles, vielfältig-schillerndes Erinnerungsbild gelungen (...) Wie wir uns lange Zeit nicht küssten, als ABBA berühmt wurde ist mehr als ein vielversprechender Erstling. Durch seine genaue, auf die sinnliche Erfahrung zielende, oft humorvolle und lakonische Prosa schafft es Andreas Heidtmann, Dynamik in eine tumbe Vorstadtwelt zu bringen.«
Deutschlandfunk Kultur

»Es gibt auch Tote, aber die Tragödien hier sind still, die Drogen kommen aus der Flasche und das Spießertum ist mächtig, weil es selbst die prägt, die auf der Flucht davor sind. Selten kam Desillusionierung mit einem so heiteren, ja liebevollen Verständnis für Illusionen daher.«
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

»Zwei Elemente heben das Buch von anderen Pubertätsromanen ab. Erstens: Der Tod und die Auseinandersetzung mit ihm werden an zwei Stellen eindrucksvoll in die Handlung eingearbeitet. (...) Das zweite Element ist die Tatsache, dass nicht nur Rock und Pop eine Rolle spielen, der Ich-Erzähler spielt Klavier und avanciert mit seinen Fähigkeiten zum Folkwang-Schüler.«
Das Literarische Duett, Literaturhaus Oberhausen

»Andreas Heidtmanns verdichtete Beschreibungen der Lokalitäten - des Dorfkiosks, der Bungalowsiedlung, des evangelischen Jugendheims mit ›Club-Disko‹ – beschwören die Orte so klar herauf, als blättere man in einem alten Fotoalbum.«
DIE ZEIT

»Der Roman ist glücklicherweise sowohl eine melancholische Anrufung der 70er Jahre als auch eine wütende Abrechnung mit der westdeutschen Provinz, und deshalb funktioniert er auch.«
MDR Kultur

»Und wenn nicht alles täuscht, so verlangt dieser feine, sorgsame Roman nach etwas ganz Einfachem: einer Fortsetzung.«
MaennerWege.de

»Andreas Heidtmann hat einen wunderbar menschlichen Roman geschrieben, der zugleich ein sprachlicher Hochgenuss ist. Ein eingelöstes Glücksversprechen.«
Bramann Verlag und Beratung

»Wie wir uns lange Zeit nicht küssten, als ABBA berühmt wurde ist eine Hommage an eine goldene Zeit, die wohl für alle, die sie erlebt haben, noch immer glänzt. Aber für alle anderen, die zu jung für diese Erinnerungen sind, ist diese Geschichte um Ben, seine Entscheidungen und seinen Aufbruch auf jeden Fall sehr spannend.«
pressenet.info

Als Gründer des Webportals poetenladen und der Literaturzeitschrift poet, als Verleger Lektor und Autor hat Andreas Heidtmann viel für die Literatur getan, aber erstaunlicherweise bislang noch keinen Roman geschrieben. Diese Mangel hat er nun behoben ... Ben, der Erzähler, ist vierzehn und will raus aus der dörflichen Enge, weg von Schützenverein, kirchlichen Jugendclubs, Kiosk Bohnekamp und Eiscafé Rinaldo.
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Andreas Heidtmanns Erzählen hat große Stärken in den Dialogen. Sie sind satt vom Lebensgefühl der jungen Leute damals. Das perlt wie ›Söhnlein brillant‹, ist manchmal zart, manchmal böse.«
Sächsische Zeitung

»Andreas Heidtmann ... ist ein begnadeter Erzähler, dem es gelingt, die oft beklagte Distanz zwischen Unterhaltungskultur und klassischer Hochkultur spielend zu überbrücken. Dabei greift er zurück auf die in den 1970er Jahren – nach der 1968-Revolte – sich abzeichnenden kulturelle Verschmelzung von hard rock-Musik, rhythmisch geglätteter Unterhaltungsmusik und klanglich überzeugenden Einschüben in die klassisch-akademische Konzertszene. Diese dreidimensionalen Sphären verbindet der Autor mithilfe geschickt montierter Dialoge, anschaulicher Milieuschilderungen, eleganten ›Schlänkern‹ zwischen Ich-Kommentaren und Autorrede, kulturkritischen Anmerkungen und häufigen Perspektivenwechseln.« Fixpoetry



Das Buch bei Steidl (Details u. Shop)

Druckfähige Cover-Downloads unter Presse



Andreas Heidtmann über seinen Roman (Podcast)
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Soundtrack zum Roman (Spotify)

poet*in

Das Literaturmagazin poet*in erscheint halbjährlich im poetenladen Verlag und wird von Andreas Heidtmann herausgegeben. Auf mehr als 200 Seiten gibt es Einblicke in die Literaturszene mit den Schwerpunkten deutsche und internationale Lyrik und Prosa. Einen wichtigen Platz nehmen Literaturgespräche zu ausgewählten Themen ein.

Für sein »beispielhaftes Konzept zur Förderung der jungen Literatur« wurden Magazin und Herausgeber mit dem Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet. Gründer Andreas erhielt außerdem für seine Herausgebertätigkeit den Lessingförderpreis und den Sächsischen Initiativpreis.

Zur Webseite des Magazins poetin


Erzählungen

Storys aus dem Baguette

»Was alle Geschichten vereint sei das Moment des Fantastischen, das unvermutet im Alltäglichen aufscheine und das Leben Kopf stehen lasse.« So werden in Andreas Heidtmanns einleitender Erzählung die Geschichten seines ebenfalls schreibenden Protagonisten von einem Kritiker beschrieben. Und mit diesem augenzwinkernden Kunstgriff kann der Leser auch schon ein wenig erahnen, was auf ihn zukommt: Eine fantastische Reise in Geschichten und zu Figuren voller Skurrilität, Komik und Tragik.

Da gibt es ein Mädchen mit verschiedenartigen Augen, einem träumenden und einem wachen, das bald erkennen muss, dass diese Gabe das Leben nicht immer einfach macht. Oder einen vermeintlichen Geigenvirtuosen, der so schlecht spielt, dass gerade daraus doch noch eine wahre Kunst entsteht. Nicht zu vergessen die junge Frau, die von ihrem Freund ein sehr sonderbares Buch geschenkt bekommt, dessen Helden plötzlich an ihrer Tür klingeln. Das alles ist in einer wunderbaren, atmosphärisch dichten Sprache verfasst, ist berührend, kurzweilig und tiefsinnig zugleich.


Andreas Heidtmann: Storys aus dem Baguette
Einundzwanzig Geschichten
ATHENA Verlag, Oberhausen

Storys aus dem Baguette, Onlineshop


Stimmen zum Buch

»Andreas Heidtmann, der 1961 geborene Erzähler der Storys aus dem Baguette, ist ausgebildeter Pianist, hat» zudem Germanistik und Philosophie studiert. Wäh-rend ersteres seinem Erzählen und der Komposition eines der schönsten Prosa-bände der letzten Jahre sicher viele zusätzliche Feinheiten beigegeben hat, hat zweiteres nicht geschadet, im Gegenteil: Die Storys kommen mit einer Leichtigkeit daher, die ihresgleichen sucht, packen einen gleichwohl mit einer Lebendigkeit der skizzierten Figuren und Situationen, die man als Leser selten erleben kann.

»In diesem Band steckt eine kompositorische Arbeit, die gigantisch gewesen sein muß – oder muß man Andreas Heidtmanns zukünftige Arbeiten neugierigst verfolgen, weil er ein überglückliches Händchen hat beim Zusammenfinden seiner Stoffe? – Jedenfalls reichen sich die Erzählungen unter einander die Sujets und Marotten und Stichwörter zu, wie ein Seidenfädchen Perlen zur kostbaren Kette reiht.«
Axel Dielmann (Listen)

» ... Den Geschichten wohnt etwas Fantastisches inne. Sie alle haben etwas Geheimnis­volles oder Unergründliches und doch lässt man sich gerne darauf ein, ohne diese inhaltlich hinterfragen zu müssen. Die Protagonisten brechen aus gewohnten Bahnen aus, folgen nicht irgendwelchen Erwartungen und tauchen nicht selten in eine Traumwelt ein, in der alles möglich scheint. «
Leselupe


Materialien

Cover (300 DPI)
Heidtmann-Abba-Cover Heidtmann Storys Cover Heidtmann poetin Cover
Autorenfotos (300 DPI)
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Aktuell

Lesungen

Samstag, 15.08.2020, Einlass 18 Uhr, Lesungsbeginn 19 Uhr
Oude Marie, Bürgerpark Maria Lindenhof, Im Werth, 46282 Dorsten
Lesung aus dem Roman: Wie wir uns lange Zeit nicht küssten, als ABBA berühmt wurde
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Ankündigung des Veranstalters: »Andreas Heidtmann, geboren 1961 in Hünxe, aufgewachsen in Dorsten, ist ein bekannter Name in der Literaturszene. Nach der Jahrtausendwende gründete er in Leipzig das literarische Webportal poetenladen, aus dem der poetenladen Verlag als erfolgreicher Independentverlag erwuchs. Andreas Heidtmann wurde für seine Arbeit unter anderem mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Lessing-Förderpreis und dem künstlerischen Initiativpreis ausgezeichnet. Jetzt hat er seinen Debütroman vorgelegt, aus dem er vorliest. «
 


Impressum

Andreas HeiFerdinand dtmann
BluFwegmenstrasse 2Fwr5eg5
04155 Leipzig
Telefon: 0341 649076503310
E-Mail: post [adso] andreas-hMeisereidtmannztasd.de

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